Die Hahn Gemüsebau GmbH („Barther Tomaten“) betreibt am Standort Barth seit über 50 Jahren den Anbau von Tomaten, Gurken, Paprika und Snackgemüse in energieintensiven Gewächshäusern. Der Wärmebedarf wird bislang nahezu ausschließlich über Biomethan- und Erdgas-BHKWs sowie Gas-Kessel gedeckt – bei einem jährlichen Energiebedarf von rund 15.157 MWh Wärme. Angesichts steigender Gaspreise und wachsender Anbauflächen beauftragte das Unternehmen Innosun mit der Entwicklung eines regenerativen Energiekonzepts.
In der Planung wurden verschiedene Photovoltaik-Varianten in Ost/West- und Süd-Ausrichtung mit dem tatsächlichen Wärmebedarf des Betriebs abgeglichen. Dabei zeigte sich: Eine Süd-Ausrichtung erzielt zwar eine stärkere Erzeugungsspitze zur Mittagszeit, liefert aber insgesamt den höchsten Jahresertrag. Auf dieser Grundlage empfahl Innosun eine 12 MWp Freiflächenanlage in Süd-Ausrichtung in Kombination mit einem 9 MW Elektro-Heizkessel zur Wärmeerzeugung.
Nach den Berechnungen hätte diese Lösung einen Autarkiegrad von 76,6 % erreicht – bei Gesamtinvestitionskosten von rund 8,2 Mio. € und einer Gesamtkapitalrendite von 13,09 %. Die Amortisation wäre bei einer angenommenen jährlichen Gaspreissteigerung von 5 % nach rund acht Jahren erreicht worden.
Auf einen Blick
- Empfohlene Freiflächenanlage: 12 MWp in Süd-Ausrichtung
- Kombination mit 9 MW Elektro-Heizkessel für die Wärmeversorgung
- Berechneter Autarkiegrad: 76,6 %
- Gesamtinvestitionskosten: ca. 8,2 Mio. €
- Berechnete Amortisationszeit: ca. 8 Jahre